Der Taurische Palast

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Der klassizistische Taurische Palast wurde 1789 von dem Architekten Iwan Starow errichtet.

Das schlichte, in Gelb gehaltene Bauwerk mit dem sechssäuligen Portikus war ein Geschenk Katharinas der Großen an ihren Liebhaber Grigorij Potjomkin, dem sie zuvor auch den Anitchkow-Palast geschenkt hatte. Sie ernannte ihn zum Fürsten von Taurien.

Potjomkin war ihr, ebenfalls wie ihr Liebhaber Orlow, bei dem Sturz ihres verhassten Gatten Peter III. behilflich gewesen.

Orlow erhielt damals den Marmorpalast von der Zarin.

Das Innere des Taurischen Palastes, im Stil des römischen Pantheons, protzte vor Prunk.

Doch ließ der unzufriedene Zar Paul I., der Sohn Katharinas II., den Palast nach ihrem Ableben in eine Kaserne umfunktionieren.

In einigen Sälen wurden sogar Pferdestelle untergebracht.

Als dann Alexander I., der Lieblingsenkel Katharinas der Großen, an die Macht kam, ordnete er die sofortige Renovierung des Palastes an.

Nach der Revolution wurde in dem Taurischen Palast eine Parteischule Leningrads eingerichtet.

Heute zählt er zu den Regierungsgebäuden St. Petersburgs.

Besonders schön und entspannend zeigt sich der angrenzende Taurische Garten mit seinem künstlich angelegten See.

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