Der Sommergarten

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Der Sommergarten, der älteste Garten St. Petersburgs, befindet sich auf einer kleinen, durch die Flüsse Newa, Fontanka und dem Schwanenkanal gebildeten, Insel.

Dort wurde 1714 von dem italienischen Architekten Domenico Trezzini der grandiose Sommerpalast fertiggestellt, der Peter dem Großen als Residenz diente.

Einige kleinere Pavillons fanden dort ebenfalls ihren Platz.

Einst erstreckte sich der Sommergarten bis hin zum Newskij-Prospekt. Peter der Große hatte hier das Bestreben, einen noch schöneren und grandioseren Garten als den in Versailles zu schaffen.

Zu den Weißen Nächten fanden im einst im Barockstil angelegten Sommergarten rauschende Feste und Maskeraden statt, die in ganz Europa berühmt waren.

1777 wurde der mit zahlreichen Springbrunnen angelegte Sommergarten durch ein Hochwasser beschädigt. Der Sommergarten ist heute mit einem englischen Landschaftsgarten vergleichbar.

Mit seinem kleinen See, den Grasflächen, den alten Bäumen und den Marmorplastiken, zum Beispiel von der schwedischen Königin Christine, zählt er zu den romantischsten Gärten St. Petersburgs.

In südlicher Richtung des Sommerpalastes befinden sich auch ein Kaffee- und Teehaus, die zum gemütlichen Beisammensitzen einladen.

Besonders sehenswert ist auch das legendäre und unvergleichbare Gitter des Architekten Georg Friedrich Veldten, das den Sommergarten am Newa-Ufer einfasst.

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