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Geschichte 1750-1800

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Unter der 20-jahrigen Regierungszeit Elisabeth´s mauserte sich St. Petersburg zu einer Großstadt europäischen Zuschnitts. Die Vorliebe  und Interesse der Zarin für Frankreich, führte dazu, dass französische Sitten und Umgangsformen wachsender Beliebtheit unter dem russischem Adel erfreuten. Während der Regierungszeit Elisabeth´s erreichte der so genannte Petrinische Barock seine höchste Blüte. Die beiden bedeu- tendsten Vertreter dieses Stils sind Bartolomeo Francesco Rastrelli und Sawwa Tschewakinski. Bartolomeo F. Rastrelli hatte eine besondere Kunst westeuropäische und russische Bauformen in Verbindung zu bringen, (siehe Smolni-Kathedrale) dem die Stadt einige ihrer schönsten Bauwerke verdankt. Sie prägen den Peterburger Barock.

1754 war der Baubeginn von Rastrelli´s Winterpalast.

1757 gründete die Zarin die berühmte "Akademie der Künste", eines der größten Gebäude der Stadt, in dem bereits seit über 240 Jahren Maler, Bildhauer und Architekten ausgebildet werden.

Trotz der Tatsache ihrer unzähligen Liebesaffären hatte Elisabeth keine Kinder und übergab den Thron an ihren Neffen, Charles Peter Ulrich von Holstein. (Enkel Peter des Großen). Leider erlebte Elisabeth nicht die Fertigstellung des neuen Winterpalastes, den Rastrelli 1762 fertig stellte. Während dem Bau nahm der Zarenhof in einem provisorischen Holzbau auf der "Wiese der Zarin", dem heutigen Marsfeld Quartier. Der Winterpalast, das Zarenschloss, in dem heute die Eremitage untergebracht ist, ist eine der umfangreichsten Kunstsammlungen der Welt.

1761 bestieg Peter III den Thron. Er regiert nur 6 Monate lang. Während seiner kurzer Regierungszeit machte er sich durch seine Abneigung gegen alles Russische schnell unbeliebt. Peter III wurde kurz darauf von der Kaiserlichen Garde entthront, die mit seiner deutschen Gemahlin den Staatsstreich planten und durchführten. Er wurde entmachtet und später umgebracht.

1762 bestieg die Frau Peters III, einstige Prinzessin Sophie Auguste von Anhalt-Zerbst als Katherina II den Zarenthron. Mit der Thronbesteigung Katharinas brachen für Russland ruhmreiche Zeiten an. Katherina II fühlt sich als legitime Nachfolgerin Peters des Großen, dem sie ein monumentales Denkmal setzen lässt, den "Ehernen Reiter". Sie vertrat im gewissem Masse Peters des Großen Politik, nur nicht mit solch harten Methoden. Stattdessen setzt sie auf die Aufklärung des Volkes. Sie stiftete zahlreiche Schulen und Universitäten und förderte die Wissenschaft und Künste, für die sie sich selbst begeisterte.

1764 stiftet Katherina II das Smolnij Institut für Mädchen aus adligen Familien. Die erste staatliche Schule in Russland für Mädchen. 25 weitere akademische Einrichtungen in Russland wurden unter Katherina gegründet.

1767 veröffentlicht Katherina ihren Großen Erlass. Das Buch umfasst 22 Kapitel, und enthält eine Sammlung von Ideen für Reform von Russlands Rechtssystem.

1770 finden erste öffentliche Kunstausstellung in der Akademie der Künste statt.

Ende des 18. Jahr hundert glänzte St. Petersburg nicht nur als politisches und ökonomisches Zentrum Russlands sondern ebenso als kulturelles.

1773 (noch zu Lebzeiten der Zarin) wurde im Garten vor dem Alexandrinski-Theater ein Denkmal für Katharina II. enthüllt.

1775 wurde der Anführer Kosak Pugatschow, der sich selbst als "dem Tode entronnener Peter III" ausgab, hingerichtet. Er stellte für Katherina die größte Gefahr in ihrer Regierungszeit. Ein großer Bauernaufstand der sich ihm anschloss, wurde blutig niedergeschlagen.

Auf dem Lande wurde die staatliche Leibeigenschaft eingeführt und die Situation von Privatleuten gehaltenen Leibeigenen etwas verbessert.

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Baumeister B. Rastrelli

Baumeister B. Rastrelli

Jordantreppe Winterpalast

Winterpalast

Katharina die Große

Katharina die Große

Katharinas Treueschwur bei   der Königlichen Garde.

Katharinas Treueschwur bei   der Königlichen Garde.

Kosak Pugatschow

Kosak Pugatschow