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Geschichte 1950 - heute                        (1/1)

 

Nach dem Krieg fing Leningrad sofort mit dem Wiederaufbau an. 

1953 starb Stalin. Die stalinistische Diktatur hatte endlich ein Ende, und damit auch seine berüchtigten Verfolgungen und Säuberungsaktionen. Drei Jahre nach Stalins Tod verurteilte sein Nachfolger Nikita Chruschtschow dessen Verbrechen öffentlich auf dem 20. Parteitag, was das Tauwetter einleitete. Kritische Bücher über Stalin erschienen und tausend von politischen Gefangenen wurden endlich freigelassen. Unter Chruschtschow kommt 1957 der erste Satellit ins All (Sputnik1). 1961 wird Juri Gagarin als Held gefeiert und bringt die Welt zum Staunen.

Die Konsumgüterpolitik blieb hinter den Plänen weit zurück.

1962 führte die Stationierung von Atomraketen auf Kuba fast zu einem Atomkrieg.

Moskau war das unbestrittene Zentrum der UdSSR, jedoch blieb Leningrad Russlands kulturelles Zentrum, mit vielen aufregenden Innovationen in Kunst, volkstümlicher Musik, und Literatur.

1965 erhält Leningrad für die Standhaftigkeit und den Überlebenswillen während der Blockade, den Ehrentitel einer Heldenstadt.

1964 nach der Entmachtung Chruschtschow kommt Breschnew an die Macht. Seine 18 - jährige Regentschaft geht als „Zeit der Stagnation“ in die Geschichtsbücher ein. Jedoch hatte Russland Ende der 60er und Anfang der 70er Jahre einen relativen Wohlstand, der durch den Schwarzmarkt gestützt wurde.

1982 starb Breschnew. Es folgten Andropow und Tschernenko mit kurzer Regierungszeit.

1985 wird Michail Gorbatschow neuer Generalsekretär des Zentralkomitees der KPdSU und bemüht sich, nach den Prinzipien der „Glasnost“ und „Perestroika“ zu regieren. Einige Reformansätze scheitern, jedoch gibt einen Beginn der Privatisierung der Wirtschaft.

1988 fallen bei einen Brand in der Bibliothek von der „Akademie der Wissenschaften“ eine Million Bücher zum Opfer.

1989 wird der historische Kern von St. Petersburg unter Denkmalschutz gestellt.

Im Aug. 1991 kam es zum Putsch gegen Gorbatschow, Jelzin wird Russlands neuer Präsident und zum nationalem Held.

Während in Moskau Panzer den Regierungssitz der Kommunisten angriffen, versammelte Anatoli Sobtschak Befürworter der Demokratie um sich, und es kam zur Demonstration auf dem Schlossplatz vor dem Winterpalast.

Am 25 Dez. kam es zur Auflösung der Sowjetunion. Die Kommunistische Partei wird verboten. Die ersten freien Wahlen finden statt.

Leningrad nimmt seinen alten Namen Sankt-Petersburg wieder an. 54 % der Einwohner hatten für diese Änderung gestimmt.

1996 gewinnt Wladimir Jakowlew die Wahlen für das Amt des Oberbürgermeisters und löst Anatoli Sobtschak ab.

Der eingeführte Kapitalismus öffnet die Schere zwischen Arm und Reich immer mehr. Einige Menschen können in der neuen Gesellschaft profitieren und genießen ihren neuen Wohlstand, andere (und das ist der größere Teil) wünschen sich das kommunistische System mit seiner Absicherung zurück.

Der Übergang zur Marktwirtschaft ist sehr schwierig. Sankt-Petersburg ist nach Moskau der zweigrößte Industriestandort Russlands.

Von überragender wirtschaftlicher Bedeutung waren früher für ganz Russland die Kirow-Werke. Im Süden von Sankt-Petersburg bildet die riesige Fabrikanlage eine Stadt in der Stadt. Hier wurden und werden Traktoren, Schiffsteile, Dampf- maschinen produziert und es wurden fast 40000 Arbeiter beschäftigt. Der Übergang zur Marktwirtschaft macht solche Werke bzw. Fabriken auf dem Markt wettbewerbsunfähig und es folgt das Aus. Folge Leute werden entlassen, es gibt mehr Arbeitslose und die Steuereinnahmen sinken.

Dank der Demokratie erlebt die Religion einen neuerlichen Aufschwung. Kirchen wurden wieder zum Leben erweckt, die während dem Kommunismus Warenhäuser waren. Kirchliche Trauungen wurden wieder erlaubt.

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U.S-Bombe als Friedenstaube. Russische Karikatur während dem Kaltem Krieg

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