Sankt-PetersburgAusgehen und Entertainment in St. PetersburgGeschichte von St. PetersburgHotels in St. PetersburgSehenswürdigkeiten in St. PetersburgTips und InfosZur StartseiteKultur in St. PetersburgZarenresidenzen in St. Petersburg
Kultur in St. Petersburg
Kultur in St. PetersburgArchitekturBallettLiteraturMusikReligionBibliothekenMuseenTheater
Kultur in St. PetersburgAusstellungenKunstmuseenKunstgalerienBaumeister und ArchitektenBalletttänzerLiterarenAndere Persönlichkeiten

Berühmte russische Literaren


Alexander Block

Geb. 1880                                                                                                                                Gest. 1921

Alexander Blok

Er war ein Hauptvertreter des russischen Symbolismus.

Dieser große Dichter war erst 40 Jahre alt als er in seiner Wohnung starb, in der jetzt ein Museum ist. Sein Grab findet man auf dem Literarsteig am Wolkow-Friedhof. Das Alexander-Blok-Museum befindet sich:

Uliza Dekabristow 57

Metro: Sennaja Ploschad


Anna Achmatowa

Geb. 1899                                                                                                                            Gest. 1966

Anna Achmatowa

Berühmte Dichterin und Lyrikerin.

Die „Grande Dame“ der russischen Literatur. Auch sie war ein Opfer ihrer Zeit. Ihr erster Mann, der Dichter Gumiljow, wurde erschossen, ihr Sohn und ihr zweiter Mann saßen in den dreißiger Jahren in Haft. Anna Achmatowas erste, von Schlichtheit und Erhabenheit geprägte Texte waren lyrische Liebesgedichte. Bekannter aber wurde sie durch ihre späteren Werke wie „Requiem“ und „Poem ohne Held“. Sie waren eine Antwort auf die mit den Säuberungen einhergehenden Leiden und auf ihre persönliche Tragödie als Frau und Mutter. 1933-41 und 1944-54 wohnte die Dichterin im Scheremetjew-Palast. In der Zeit der Blockade (1941-44) wurde sie evakuiert. Ein großer Bewunderer der Werke Anna Achmatowas war der Komponist Dmitri Schostakowitsch. 

Begraben nördlich der Stadt bei Repino auf dem Friedhof von Komarowo.

Das Anna-Achmatowa-Museum befindet sich:

 

Liteinij Prospekt 53

Metro: Majakowskaja


Anton Tschechow

Anton Tschechow

Anton Tschechow, der weltweit wohl den größten Ruhm erntete, wurde von Tolstoi als «unvergleichlicher Künstler» gepriesen, und auch viele Schriftsteller dieses Jahrhunderts wie Thomas Mann, Virginia Woolf und Vladimir Nabokow bewunderten seine dichterische Kraft.

Er war ein Meister der Kurzgeschichte, wie auch Arzt, aber nicht zuletzt dank seiner schriftstellerischen Erfolge gehörte seine Liebe der Literatur. «Die Medizin ist meine angetraute Gattin, die Literatur hingegen meine Geliebte», schrieb er einmal. 1884 schloss er sein Studium ab und besaß ein Ärztediplom. Bereits 1888 ein engagierter, professioneller Schriftsteller, hängte Tschechow die Medizin aber nicht völlig an den Nagel, sondern arbeitete auf seinem Landgut bei Moskau als Arzt und unternahm 1890 eine Reise in die Strafkolonie auf der Insel Sachalin. Gesundheitlich angeschlagen, übersiedelte er auf die Krim und verbrachte nach der Jahrhundertwende die meiste Zeit auf Jalta, wo sein Haus mittlerweile in ein Museum umgestaltet wurde. Nachdem er 1900 zum Mitglied der Sektion schöngeistiger Literatur bei der Akademie der Wissenschaften gewählt wird, beginnt er mit neuer Kraft an den "Drei Schwestern" zu schreiben. Seine bekanntesten Kurzgeschichten und Bühnen-Stücke entstanden während seiner letzten Lebensjahre, nachdem er die am Moskauer Theater engagierte Schauspielerin Olga Knipper kennen gelernt und geheiratet hatte. Das eheliche Glück dauerte jedoch nur kurz; wenig später, im Jahre 1904, starb Tschechow an Tuberkulose.


Fjodor Dostojewski

Geb. 1821                                                                                                                                Gest. 1881

Fjodor Dostojewski

Ein großer Dichter und Romancier.

"Schuld und Sühne", "Die Brüder Karamasow" und "Der Idiot" wurden zu einer markanten Erscheinung nicht nur in der russischen, sondern auch in der Weltliteratur.  Als die Hauptidee seines realistischen Schaffens betrachtete Dostojewski das Streben danach, "im Menschen einen Menschen zu finden". Die Persönlichkeit befand sich in seinen Romanen in Grenzsituationen und wurde schweren Prüfungen unterzogen. Nach Ansicht von Dostojewski ist der Mensch letzten Endes unter allen Umständen für alle seine Taten verantwortlich.

Dostojewski saß eine zeitlang aufgrund seiner kritischen Veröffentlichungen gegen das zaristische Regime im Gefängnis der Peter - Paul -Festung. Allein in Sankt-Petersburg zog Dostojewski innerhalb 33 Jahre mehr als 20 mal um. Er bevorzugte Wohnungen in einem Eckhaus bzw. Kreuzungen und unweit von einer Kirche. Das Dostojewskij-Museum: In dieser Wohnung lebte er von 1878 bis zu seinem Tod 1881. Es befindet sich:

Kusnetschnij Pereulok 5

Grabmal von  Fjodor Dostojewski

Er wurde auf dem „Tichwiner Friedhof“ am Alexander Newskij-Kloster begraben.

 


Nikolai Gogol

Geb. 1809                                                                                                                          Gest. 1852

Nikolai Gogol

Ein großer Dichter

Der aus der Ukraine stammende Nikolai Gogol war ein Meister in der Kunst der Satire. Bei seiner Ankunft in Sankt Petersburg ermutigte Puschkin den jungen Schriftsteller, dessen Talent (nach Gogols eigenen Worten) darin lag, „die Selbstzufriedenheit bornierter gewöhnlicher Menschen nachzuzeichnen“.

Gogol, bekannt geworden vor allem durch seine Werke „Der Revisor“ und „Die toten Seelen“, scheute sich nicht, Russlands Nöte beim Namen zu nennen. Nach Lektüre der „Toten Seelen“ rief Puschkin aus: «Oh Herr, wie traurig ist es um unser Russland bestellt! » In der gesamten russischen Literatur gibt es kaum einen bekannteren Schluss als das Ende des ersten Bandes der „Toten Seelen“, ein rätselhaftes Bild Russlands in Gestalt einer fliegenden Troika auf dem Weg ins Unbekannte. Nikolai Gogol verglich St. Petersburg mit einem „gewandtem Europäer“ dagegen Moskau ein „langbärtiger russischer Bauer“ sei.

Gogol schwärmte von der Hauptstrasse seiner Stadt und schrieb darüber, dass es nichts schöneres gäbe, jedenfalls nicht in dieser Stadt. „Kaum betrittst du den Newskij, richt´s auch schon nach Bummeln“. Zweifellos Gogol liebte seine Stadt, 1836 veröffentlichte er die „Peterburger Novellen“. Niklai Gogol, sowie einigen russischen Künstlern wurde im Alexanderpark bei der Admiralität Denkmäler gewidmet. Weitere Künstler ist der Dichter Lermantow, der Komponist Glinka und der Ostasienforscher Prschewskij.


Lew Tolstoi

geb. 1828                                                                                                                                  gest. 1910

Lew Tolstoj

Es brach das goldene Zeitalter des russischen realistischen Romans an, der auf die Weltliteratur einen großen Einfluss ausgeübt hat. Lew Tolstoi schuf Werke wie "Krieg und Frieden" von 1868 wo er die Aufbruchstimmung der Petersburger Gesellschaft im Krieg gegen Napoleon beschreibt, "Anna Karenina" und "Auferstehung". Der Roman „Macht und Finsternis“ wurde 1887 verboten.

Wie ein roter Faden zieht sich durch sein ganzes Schaffen das Thema der qualvollen Suche nach dem moralischen Ideal, der Eingliederung in das natürliche Leben des Volkes und in die Natur. Der Schriftsteller betrachtete die Zivilisation als ein Übel, lehnte jegliche Gewalt ab und rief sogar dazu auf, dem Bösen nicht mit Gewalt zu widerstehen, predigte die Ideen der moralischen Vervollkommnung der Persönlichkeit.

Er gehörte zu einem der überragendsten Romanciers der Weltliteratur. Das Geheimnis von Tolstois literarischem Können lag in seinem Realismus. «Ein Tolstoischer Baum», schrieb der Kritiker George Steiner, «spendet mehr Schatten als jeder andere Baum in der Literatur; das gesprenkelte Licht und Laub ringsum kann man förmlich sehen». Tolstois eigenes Leben, das mit seiner dramatischen Flucht aus seinem Heim endete, ist eine Geschichte für sich.


Maxim Gorki

Maxim Gorki

russischer Romanschriftsteller

Er wurde als Aleksej Maksimowich Peschkow am 16. März 1868, in Nischny Nowgorod in Russland geboren. Später legte er sich den Namen Maxim Gorki zu. Er verbrachte seine frühe Kindheit in Astrachan, wo sein Vater als Schiffsbauer arbeitete. Als sein Vater starb war der Junge erst fünf Jahre alt. Seit dem lebte er mit seinen mütterlichen Großeltern. Das war jedoch nicht eine glückliche Zeit für den jungen Gorki. Im Alter von acht Jahren zwang ihn sein Großvater die Schule zu verlassen, und gab ihn mehreren Händlern in die Lehre, die einen Schuhmacher und einen Ikone-Maler einschließt. Glücklicherweise arbeitete Gorky auch als Tellerwäscher an einem Volga-Dampfer, wo ein freundlicher Koch ihn das Lesen beibrachte, und die Literatur bald zu seiner größten Leidenschaft wurde. Später schrieb er sein ruheloses und nomadisches Leben in einem Buch. Er war ein Meister und Vertreter des russischen realistischen Romans. Von seiner geprägten revolutionären Handlungen gegen das Zarenregime wurde er 1905 eingesperrt. Danach musste er Russland verlassen und lebte bis 1914 auswärts. Später unterstützte er mit seiner Literatur das sowjetische Regime. Unklar ist es ob es von seinem Herzen kam oder aus Angst vor Stalin. 1936 starb Maxim Gorki.


Michail Lermontow

Michail Lermontow

Noch während Puschkin im Sterben lag, beklagte ein junger Husarenoffizier namens Michail Lermontow in einer Elegie die Vernichtung des größten Dichters des Landes. Er schrieb von seinem Grimm gegen die Gesellschaft und seinem Kummer angesichts der «nun versiegelten Lippen des Propheten». Von der Öffentlichkeit begeistert aufgenommen, missfiel Lermontows Gedicht „Auf den Tod eines Dichters“ jedoch der Obrigkeit; sie sah darin einen Aufruf zur Revolution. Er wurde verhaftet, vor ein Kriegsgericht gestellt und in den Kaukasus verbannt. Nach vier Jahren, am 27. Juli 1841, wurde der rebellische Poet gleichfalls in einem Duell getötet.


Alexander Puschkin

geb. 1799                                                                                                                                  gest. 1837

Russlands größter Dichter - Alexander Puschkin

Vater der russischen Literatur. Seine prophetische Erscheinung, so meinte Dostojewski, einer seiner herausragendsten Nachfolger, erhellte unseren dunklen Pfad mit einem neuen Licht, das uns führte.

Sein Denkmal am Platz der Künste, unweit vom Newski-Prospekt

1811 besuchte der damals 12jährige Alexander Puschkin die Eliteschule für Jungen in Zarskoe Selo. „Ich, der glücklichen Faulheit wahrer Sohn, von Herzen sorglos“, schrieb er später über seine sieben Zarskoe-Selo-Jahre. Das Lyzeum mit  Puschkin-Museum befindet sich im rechten Flügel des Katharinenpalastes. Nach seinem Tod wurde ihm zu Ehren aus Zarskoe Selo der Vorort Puschkin. 1820 wird Puschkin wegen seiner kritischen Äußerungen für eine Jahre aus Sankt-Petersburg verbannt. 1833 wird Puschkin beim Zarenhofe zum Kammerjunker ernannt. Puschkin, Russlands berühmtester Dichter, der Verfasser von über 700 lyrischen Gedichten und einer Fülle von Erzählungen, Dramen und Kurzgeschichten, ein Mann, der mehr als 800 Briefe schrieb und russische Märchen bearbeitete, die jedes Kind in Russland liest, war ein Verbannter im eigenen Land. Für Russland war es eine Tragödie, als er, erst 37 Jahre alt, auf dem Höhepunkt seines Schaffens starb.

Das tödliche Duel

Den bei Hofe kursierenden Gerüchten über die Untreue seiner Frau nicht mehr gewachsen, schrieb er seinem Nebenbuhler, dem Franzosen Georges d‘Anthes, einen bissigen Brief. Daraufhin forderte d‘Anthes, ein Meisterschütze, den Dichter zum Duell, das am 8. Februar 1837 stattfand. Puschkin wurde tödlich verwundet und starb zwei Tage später in seiner Wohnung in Sankt Petersburg.

In St. Petersburg befindet sich das Puschkin-Museum.