Sankt-PetersburgAusgehen und Entertainment in St. PetersburgGeschichte von St. PetersburgHotels in St. PetersburgSehenswürdigkeiten in St. PetersburgTips und InfosZur StartseiteKultur in St. PetersburgZarenresidenzen in St. Petersburg
Kultur in St. Petersburg
Kultur in St. PetersburgArchitekturBallettLiteraturMusikReligionBibliothekenMuseenTheater
Kultur in St. PetersburgAusstellungenKunstmuseenKunstgalerienBaumeister und ArchitektenBalletttänzerLiterarenAndere Persönlichkeiten

Einige bedeutende Berühmtheiten der Stadt

Alexander Menschikow

Fürst Alexander Menschikow

(1673-1729)

Er war der Sohn eines litauischen Stallknechts und verdiente seinen Lebensunterhalt mit Verkauf von Pasteten. Während des Großen Nordischen Krieges kämpfte Menschikow an der Seite Peters des Großen. Peter entdeckte die Qualitäten dieses Mannes und machte ihn zum ersten Generalgouverneur von Sankt-Petersburg.

Fürst Alexander Menschikow wurde zum engen Freund und Berater von Peter dem Großen. Der barocke Palast, der für Fürst Menschikow gebaut wurde übertraf den bisherigen Prunk. Den Menschikow-Palast nutzte sogar Peter selbst als Zweitwohnung und es wurde zum idealen Ort um feudale Feste zu feiern. Nach Peters Tod 1725 arrangierte Fürst Menschikow die Thronbesteigung Katharinas I. (Peters Frau) Es entwickelte sich sogar ein Verhältnis zwischen den beiden. Auf diese Weise sicherte er seinen Machteinfluss weiter. Nach Katharinas Tod wurde er wegen Bestechlichkeit und des Verrates angeklagt. 1729 starb Menschikow im Exil. Auch in Oranienbaum entstand 1710 die Errichtung des Palastes und Parkkomplexes für Fürst Menschikow.


Michail Wassiljewitsch Lomonossow

Michail Wassiljewitsch Lomonossow

Größter Gelehrte Russlands (1711-1765)

Wassiljewitsch Lomonossow, stammt aus einer armen Fischersfamilie, studierte unter anderem in Marburg, wo er eine Marburgerin heiratete. Er war Dichter, Naturwissenschaftler und Reformer der russischen Sprache. Er gründete Moskaus große Universität, die heute seinen Namen trägt, begründete Russlands Metallurgie, Geologie, Meteorologie, Geografie und Kartografie, engagierte sich auch als Geschichtsforscher. Bei dem Venusvorübergang 1761 entdeckte er die Atmosphäre der Venus. Er vertrat die atomistische Theorie und erklärte die Wärme durch Bewegung der Partikel. W. Lomonossow reorganisierte die Sankt Petersburger Wissenschafts- akademie und schuf die ersten Glasmosaike Russlands. In der Nähe des heutigen Lomonossow gründete er ein Farbglaswerk. Heute trägt Russlands berühmteste Porzellanfabrik in Sankt Petersburg seinen Namen. http://www.lomonosov.ru

In der Kunstkammer befindet sich sein Museum.

Alexander Puschkin sagte von ihm: "Er schuf die erste Universität, besser gesagt, er war selbst unsere erste Universität".


Grigorij Rasputin

Grigori Rasputin

Der "Heilige Mönch" aus Sibirien kam 1907 an den Hof nach Sankt-Petersburg um den einzigen Sohn der Zarenfamilie Alexej, der an einer unheilbaren Blutkrankheit litt, zu helfen. Rasputin half den Jungen, auch wenn er die Krankheit nicht heilen konnte. Durch seine Fähigkeiten der Prophezeiung gewann er zunehmend mehr Einfluss auf die Zarenfamilie. Nikolaus II. seine Ehefrau Alexandra Fjödorowna stand unter seinem Einfluss und war ihm mystisch verfallen. Während Nikolaus II. an der Front war, unterstützte er die Zarin mit fraglichen Voraussagen um seine  eigenen Interessen zu vertreten, und schadete ihren Ruf. Tatsächlich sagte Rasputin den 1. Weltkrieg voraus.

Am 17 Dez. 1916 wird Rasputin von Angestellten der Zarenfamilie, Fürst Felix Jussupow und seinen Anhängern ermordet. Sein mysteriöser Tod ist längst zur einer Legende geworden. Zunächst versuchte man ihn mit Zyankali vergifteten Porigen und Wein zu vergiften, doch das Gift schien nicht zu wirken. Sogar nach mehrfachen Schüssen, wollte sich Rasputin noch nicht verabschieden lassen. Schließlich warf man ihn durch ein Eisloch in die kleine Newka. Obwohl die Strömung der Newka Richtung Meer treibt, fand man seine Leiche an der Krestowski-Insel. Wenige Tage vor seinem Tod hatte Rasputin prophezeit, dass nach seiner Ermordung alle Familienangehörigen der Romanows eines gewaltsamen Todes sterben würden. Eine Weissagung, die sich schnell bewahrheiten sollte.


Friedrich Engels

Einer der Väter der sozialistischen Bewegung. Karl Marx und Friedrich Engels veröffentlichen in London Das Kommunistische Manifest.

Friedrich Engels                                       Karls Marx

Der am 28. November 1820 in Barmen geborene Fabrikantensohn trat während seiner Kaufmannslehre in Bremen mit "Jungdeutschen" in Kontakt und schloss sich dann in Berlin, wo er 1841/42 seinen Militärdienst leistete, den radikalen Linkshegelianern an. Während der Tätigkeit im väterlichen Zweigbetrieb in Manchester lernte er die Arbeiterfrage und die sozialen Verhältnisse in England kennen. Sie veranlassten ihn zu dem Buch "Die Lage der arbeitenden Klassen in England" , das zum Grundlegenden Werk des wissenschaftlichen Sozialismus wurde. Auf der Rückreise von England traf Engels 1844 in Paris Karl Marx, dem er bereits zwei Jahre zuvor in Köln begegnet war. Sie stellten eine volle Übereinstimmung in ihren Anschauungen fest - der Anfang einer lebenslangen Zusammenarbeit und Freundschaft. Als erste gemeinsame Publikation entstand 1845/46 "Die deutsche Ideologie", eine Auseinandersetzung mit der deutschen Philosophie auf der Grundlage des Materialismus.

1848 traten sie dem in London im geheimen wirkenden "Bund der Gerechten" bei, der daraufhin in "Bund der Kommunisten" umbenannt wurde. Für ihn verfassten sie als Programm das "Kommunistische Manifest" von 1848/49 . Während der Revolution im Jahre 1848/49 gaben sie die "Neue Rheinische Zeitung" in Köln heraus.

Das Kapital - Die Bibel der Kommunisten

Engels nahm an den Kämpfen der Freischaren in Baden und der Pfalz teil. 1850 kehrte er in das väterliche Geschäft nach Manchester zurück, das ihm die Möglichkeit bot, Marx finanziell zu unterstützen. Erst 1869  schied er aus der Firma aus und wurde im folgenden Jahr Sekretär im Generalrat der "Internationalen Arbeiterassoziation". Seither widmete er sich ganz der organisatorischen, publizistischen und wissenschaftlichen Arbeit. Seine zahlreichen Schriften unter anderem : "Dialektik der Natur", "Der Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staates", trugen entscheidend zur Ausbreitung des Marxismus bei, dessen führender Denker Friedrich Engels nach dem Tod von Marx war. Er starb am 5. August 1895 in London.

 


Lenin - Gründer der Sowjetunion

Wladimir Lenin

Geb. 22.04.1870 in Simbirsk

Sein richtiger Name Wladimir Iljitsch Uljanov, Er war der  Sohn des Schulinspektors Ilja Uljanov. Studierte in Kasan und Samara Rechtswissenschaft und legte ein spitzen Examen ab. Das ausschlaggebende Ereignis in Lenins Leben war die Hinrichtung seines älteren Bruders Alexander im Jahre 1887, der an der Verschwörung gegen den Zaren teilgenommen hatte. Lenin schwor Rache. 1899 trat er in die Russische Sozialdemokratische Arbeiterpartei ein, die er neu zu organisieren plante. 1901 ging Lenin für 4 Jahre ins Ausland. In München  brachte er die Zeitschrift "Iskra" (Funke) heraus, hier schrieb er eine Anleitung zum Aufbau einer revolutionären Partei, die eine »Organisation von Berufsrevolutionären« sein sollte.

Auf dem Parteikongress in London 1903 siegte Lenin über Martov und Plechanov und wurde zum Führer der Bolschewiki (= Mehrheitler).  Lenin organisierte im Ausland den Aufbau der "Partei neuen Typs" und bracht 1912 die Parteizeitung "Pravda" (=Wahrheit) heraus. 1909 erschien sein wichtigstes philosophisches Werk "Materialismus und Empiriokritizismus". 1914-1917 hielt sich Lenin in der Schweiz auf. Im April 1917 kehrt Lenin mit Billigung der deutschen Regierung aus dem Schweizer Exil zurück nach Sankt-Petersburg. Er trifft am Finnischen Bahnhof ein. (der »plombierte« Wagen auf deutscher Strecke ist eine Legende). Der Revolutionsführer gab sofort nach seiner Ankunft charismatische Reden ab. Mit seinen Worten Frieden, Brot und Land gewann er die Arbeiter und Soldaten auf seine Seite.

Den Höhepunkt der russischen Oktober-Revolution bildete am 8. November die Einnahme des Winterpalastes in St. Petersburg, wo die provisorische Regierung ihren Sitz hatte. Die Provisorische Regierung wurde verhaftet. Anschließend wurden alle Schlüsselpositionen besetzt. Lenin führte die Revolution mit Erfolg durch. Das russische Reich stand unter dem Befehl der Bolschewiki, diese wurden von Lenin und Trotzkij angeführt. Lenin gründete die Kommunistische Internationale, er setzte 1921 die so genannte »Neue Ökonomische Politik« durch. Nach dem ersten Schlaganfall 1922 und besonders nach dem zweiten 1923 zog sich Lenin aus der aktiven Politik zurück.

Lenin ist zweifellos eines der größten politischen Genies der Weltgeschichte, er verband höchste abstrakte Intelligenz mit Geschick und Durchsetzungsfähigkeit. In der Lehre übernahm er vieles von Karl Marx, besonders den absoluten und radikalen Atheismus und Antitheismus. Für die Politik der Sowjetunion ist Lenin für alle Zeiten - auch und gerade für die sog. Perestroika von Michail Gorbatschow - der Wegweiser, der ideologische Führer und der geistige Vater. Auf ihn berufen sich orthodoxe Marxist-Leninisten genau so wie die Revisionisten oder die sog. Eurokommunisten. Sein Grab befindet sich im Mausoleum des Kreml in Moskau. Die Bedeutung Lenins als politisches und philosophisches Genie wird durch den Zusammenbruch der Sowjetunion und der Satellitenstaaten im Jahre 1991 nicht geschmälert, wohl aber verringert sich der politische Einfluss in der Zukunft.


Leo Trotzki

Leo Trotzki

Lenins engster Mitarbeiter

Geboren am 7. Nov. 1879 in Janowka, der Sohn des jüdischen Bauern David Bronstein.
Leo Trotzki war ursprünglich Menschewik, trat aber im Revolutionsjahr 1917 zu den Bolschewiki über. Trotz ideologischer Gegensätze avancierte er zum engsten Mitarbeiter Wladimir Lenins und zählte zu den führenden Organisatoren der Oktoberrevolution.

Trotzki führte 1918 die Friedensverhandlungen von Brest-Litowsk und wurde zum Volkskommissar für Verteidigung ernannt. In dieser Funktion organisierte er die Rote Armee. Nach dem Tod Lenins im Jahre 1924 kam es zu einem erbitterten Machtkampf mit Stalin, in dem Trotzki unterlag.

1925 wurde er als Kriegskommissar abgesetzt, 1927 aus der Kommunistischen Partei ausgeschlossen und zwei Jahre später des Landes verwiesen. Im mexikanischen Exil schrieb Trotzki mehrere Bücher, darunter "Die permanente Revolution" von 1930 , "Mein Leben" und "Stalin" von 1940. Am 21. August 1940 wurde er, wahrscheinlich in Stalins Auftrag, in Mexico ermordet.

 

Biographie:


1898
Trotzki wird aufgrund der Verbreitung verbotener politischer Bücher verhaftet und kommt später ins Gefängnis von Odessa.

1899
Verurteilung zu vier Jahren Verbannung in Sibirien und Überführung nach Moskau. Im Gefängnis beschäftigt er sich eingehend mit der marxistischen Lehre.

1902
Flucht nach Irkutsk und später nach London. Er nimmt den Namen Trotzki an.

1905
Nach dem Petersburger Aufstand reist Trotzki nach St. Petersburg und wird dort Vorsitzender des Sowjets. Nach dessen Auflösung im Dezember kommt er in Haft.

1906
Verurteilung zu lebenslanger sibirischer Verbannung.
In seiner Schrift "Russland in der Revolution" entwickelt Trotzki die Idee der permanenten Revolution, wonach die sozialistische Gesellschaft regional begrenzt nicht existieren könne und die Revolution deshalb in andere Staaten getragen werden müsse.

1907
Kurz nach der Ankunft in Sibirien Flucht über St. Petersburg ins Deutsche Reich.

1910
Während sich in Paris die Führungen von Bolschewiken und Menschewiken über ein gemeinsames Vorgehen einigen, gerät Trotzki in Konflikt mit Wladimir I. Lenin.

1915
Wegen des Krieges geht er in die Schweiz, verfasst für die "Internationale sozialistische Konferenz" in Zimmerwald das Manifest und söhnt sich mit Lenin aus.

1917
April: Nach Ausbruch der Russischen Revolution kehrt Trotzki nach St. Petersburg zurück und tritt den Bolschewiken bei.
Oktober: Er wird zum Vorsitzenden des Petersburger Sowjets gewählt und organisiert die militärischen Kampfverbände der Roten Garde. Nach der Machtübernahme der Bolschewiken wird Trotzki Volkskommissar für Äußeres.
Dezember: Er beginnt die Friedensverhandlungen mit den Deutschen in Brest-Litowsk.

1918-1920
Im russischen Bürgerkrieg arbeitet er als Kriegskommissar an den Fronten. Im Kampf gegen die gegenrevolutionären Kräfte stellt er Arbeiterarmeen im Kaukasus, im Ural und in der Ukraine auf.

1920
April: Als Kriegskommissar proklamiert er den "nationalen Krieg" gegen Polen.

1921
Mit der Roten Armee schlägt Trotzki den Matrosenaufstand in Kronstadt nieder.

1924
Nach dem Tod Lenins betreibt Josef W. Stalin die schon vorher begonnene Isolierung Trotzkis innerhalb der Partei und eröffnet in der "Prawda" eine Kampagne gegen ihn.

1925
Trotzki verlässt das Kriegskommissariat und ist damit praktisch entmachtet.

1926
Ausschluss aus dem Politbüro und Widerstand der trotzkistischen Opposition.

1927
Im November wird Trotzki aus der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU) ausgeschlossen.

1928
Verbannung nach Sibirien, zusammen mit anderen Trotzkisten.

1929
Trotzki wird in die Türkei ausgewiesen und schreibt in Konstantinopel den ersten Band seiner autobiographischen "Geschichte der Russischen Revolution".
Lev Trotzki


1933 / 1934
Nach Aberkennung seiner sowjetischen Staatsbürgerschaft beginnt der russische Geheimdienst ihn als Gegner von Stalins Alleinherrschaft zu verfolgen. Trotzki zieht nach Frankreich an einen geheimen Ort, der jedoch nach einem Jahr bekannt wird.

1937
Nach zweijährigem Aufenthalt in Oslo siedelt Trotzki mit Visum nach Mexiko über.

1939
Er mietet ein Haus in Coyoacán und baut es zur bewachten Festung aus. Arbeit an Biographien Lenins und Stalins.

1940
Mai: Trotzki entgeht nur knapp einem bewaffneten Überfall des russischen Geheimdienstes auf sein Wohnhaus.
21. August: Nachdem er einen Tag zuvor von einem als Bewacher eingeschleusten Mörder mit einem Eispickel angegriffen wurde, erliegt Leo Trotzki seinen Verletzungen.