Lenin

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Geburts- und Sterbetag

Lenin, sein richtiger Name lautet Wladimir Iljitsch Uljanow, wurde am 22.04.1870 in Simbirsk geboren.

Er war der Sohn des Schulinspektors Ilja Uljanow.

Lenin starb im Jahre 1924 in der Nähe von Moskau.

Leben

Er studierte in Kasan und Samara Rechtswissenschaften und legte ein ausgezeichnetes Examen ab.

Das ausschlaggebende Ereignis in seinem Leben war die Hinrichtung seines älteren Bruders, Alexander, der an der Verschwörung gegen den Zaren teilgenommen hatte, im Jahre 1887.

Lenin schwor daraufhin Rache.

1899 trat er der Russischen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei bei, die er neu zu organisieren plante.

1901 ging Lenin für 4 Jahre ins Ausland.

In München brachte er die Zeitschrift „Iskra“ (Funke) heraus, in der er eine Anleitung zum Aufbau einer revolutionären Partei, die eine „Organisation von Berufsrevolutionären“ sein sollte, beschrieb.

Auf dem Parteikongress in London 1903 siegte Lenin über Martow und Plechanow und wurde zum Führer der Bolschewiki (=Mehrheitler).

Polizeifoto von Wladimir Uljanow. Dezember 1895

Lenin organisierte im Ausland den Aufbau der „Partei neuen Typs“ und brachte 1912 die Parteizeitung „Pravda“ (=Wahrheit) heraus.

1909 erschien sein wichtigstes philosophisches Werk „Materialismus und Empiriokritizismus“.

Im April 1917 kehrt Lenin mit Billigung der deutschen Regierung aus dem Schweizer Exil nach St. Petersburg zurück. Er trifft dort am Finnischen Bahnhof ein. Sofort nach seiner Ankunft hielt der Revolutionsführer eine charismatische Rede. Mit seinen Worten Frieden, Brot und Land gewann er die Arbeiter und Soldaten auf seine Seite.

Den Höhepunkt der russischen Oktober-Revolution bildete die Einnahme des Winterpalastes in St. Petersburg, wo die provisorische Regierung ihren Sitz hatte, am 08. November.

Die Regierung wurde verhaftet und anschließend alle Schlüsselpositionen besetzt.

Lenin führte die Revolution mit Erfolg durch.

Das Russische Reich stand unter dem Befehl der Bolschewiki, die von Lenin und Trotzki angeführt wurden.

Lenin gründete die Kommunistische Internationale und setzte 1921 die sogenannte „Neue Ökonomische Politik“ durch.

Nach dem ersten Schlaganfall 1922 und besonders nach dem zweiten 1923 zog er sich aus der aktiven Politik zurück.

Lenin ist zweifellos eines der größten politischen Genies der Weltgeschichte. Er verband höchste abstrakte Intelligenz mit Geschick und Durchsetzungsfähigkeit.

In der Lehre übernahm er vieles von Karl Marx, besonders den absoluten und radikalen Atheismus und Antitheismus.

Das Lenin-Denkmal vor dem Smolnij-Institut

Für die Politik der Sowjetunion ist Lenin für alle Zeiten, auch und grade für die sogenannte Perestroika von Michail Gorbatschow, der Wegweiser der ideologischen Führer und der geistige Vater.

Auf ihn berufen sich orthodoxe Marxist-Leninisten genauso wie Revisionisten oder die sogenannten Eurokommunisten.

Sein Grab befindet sich im Mausoleum des Kreml in Moskau. Die Bedeutung Lenins als politisches und philosophisches Genie wird durch den Zusammenbruch der Sowjetunion und der Satellitenstaaten im Jahre 1991 nicht geschmälert, wohl aber verringert sich der politische Einfluss in der Zukunft.

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