Lew Tolstoi

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Lew Nikolajewitsch Tolstoi, 1828 geboren, brach das goldene Zeitalter des russischen realistischen Romans an, der einen großen Einfluss auf die Weltliteratur ausgeübt hat.

Er schuf Werke wie „Krieg und Frieden“ von 1868, in dem er die Aufbruchsstimmung der Petersburger Gesellschaft im Krieg gegen Napoleon beschrieb, „Anna Karenina“ und „Auferstehung“.

Wie ein roter Faden zieht sich das Thema der qualvollen Suche nach dem moralischen Ideal, der Eingliederung in das natürliche Leben des Volkes und der Natur durch sein ganzes Schaffen.

Der Schriftsteller betrachtete die Zivilisation als ein Übel, lehnte Gewalt ab und rief sogar dazu auf, dem Bösen nicht mit Gewalt zu widerstehen und predigte die Ideen der moralischen Vervollkommnung der Persönlichkeit.

Tolstoi gehörte zu den überragendsten Romanciers der Weltliteratur.

Das Geheimnis seines literarischen Könnens lag in seinem Realismus.

„Ein Tolstoischer Baum“, schrieb der Kritiker George Steiner, „spendet mehr Schatten als jeder andere Baum in der Literatur; das gesprenkelte Licht und Laub ringsum kann man förmlich sehen“.

Das eigene Leben Tolstois, das mit seiner dramatischen Flucht aus dem Heim endete, ist eine Geschichte für sich.

Er starb im Jahre 1910 im Alter von 82 Jahren.

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