Religion

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Der Marine-Dom in Kronstadt

In der Sowjetzeit wurden Religion und Kirche von den Behörden unterdrückt und Gotteshäuser zerstört. Viele Gläubige waren Repressalien ausgesetzt.

Die völlige Vernichtung der Religion, die in den 20er und 30er Jahren eines  der wichtigen Ziele von GPU-NKWD gewesen war, konnte in diesem Land nur durch die massenhafte Verhaftung der orthodoxen Gläubigen erreicht werden. Intensiv wurden Mönche und Nonnen eingefangen, hinter Schloss und Riegel gesperrt und sogar verbrannt.

Nach dem Zusammenbruch des Kommunismus in der ehemaligen Sowjetunion erlebt die, 70 Jahre lang verfolgte, russisch-orthodoxe Kirche im heutigen Russland eine Wiedergeburt. Zerstörte Kirchen werden wieder aufgebaut. Viele Klöster, die einige Jahre lang verödet waren, werden wieder zum Leben erweckt.

Viele junge Familien lassen ihre Kinder taufen. Nicht nur die älteren, sondern auch viele junge Menschen besuchen die Gottesdienste. Besonders interessant sind orthodoxe Kirchen, mit den darin versammelten Bildern, den sogenannten Ikonen, sowie der Ablauf eines Gottesdienstes nach orthodoxem Ritus.

Es gibt viele Russen, die auch während der Zeit der Verfolgung dem Glauben treu geblieben sind.

Die Dreifaltigkeitskathedrale

Die russisch-orthodoxe Kirche ist die größte Glaubensgemeinschaft in Russland.

Außerdem sind die muslimischen, buddhistischen und jüdischen Glaubensrichtungen, wenn auch nur als Minderheiten, vertreten.

Glaubwürdige Statistiken über die Anzahl der Gläubigen fehlen. In Kirchen wird keine Erfassung beziehungsweise Registrierung der Gemeindemitglieder vorgenommen.

Das russische Gesetz äußert sich wie folgt zur Religion:

Die Russische Föderation ist nach der gültigen Verfassung ein weltlicher Staat. Keine Religion kann als staatliche oder verbindliche Religion festgelegt werden.

Die religiösen Vereinigungen sind vom Staat getrennt und vor dem Gesetz gleich. Jedem wird Gewissensfreiheit und Glaubensfreiheit garantiert, einschließlich des Rechts, sich allein oder gemeinsam mit anderen zu jeglicher Religion oder auch zu keiner Religion zu bekennen, religiöse und andere Überzeugungen frei zu wählen, zu haben und zu verbreiten und in Übereinstimmung mit ihnen zu handeln.

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